Eine Aufbissschiene schützt Ihre Zähne beim Knirschen.
Bei Schmerzen im Kiefergelenk, Knacken, eingeschränkter Mundöffnung oder abgeriebenen Zähnen vom Knirschen gehen wir den Beschwerden nach und planen mit Ihnen die Behandlung, zum Beispiel mit einer Aufbissschiene.

Überblick
01
Untersuchung
Mit einer klinischen Funktionsanalyse prüfen wir Kiefergelenke, Kaumuskeln und Biss und halten fest, wie sich Ihr Unterkiefer bewegt.
02
Schiene
Die Aufbissschiene wird auf Ihre Zähne zugeschnitten und entsteht in der Regel in unserem eigenen Labor. Sie liegt auf den Zähnen eines Kiefers auf, sodass die Zahnreihen beim Knirschen nicht direkt aufeinandertreffen. Wann und wie lange Sie sie tragen, legen wir mit Ihnen fest.
Weitere Aspekte der Behandlung
Zähne und Zahnersatz
Sind Zähne durch Knirschen stark abgerieben oder sitzt vorhandener Zahnersatz nicht richtig, planen wir nach Befund eine neue Versorgung, die zu Ihrem Biss passt.
Zusammenarbeit
Bei Bedarf stimmen wir uns mit Ihrer Hausarztpraxis oder mit Fachärzten ab, die Sie bereits behandeln.

Ihr Kiefer knackt oder schmerzt?
Mit Ihren Fragen beginnenVoraussetzungen, Möglichkeiten und Risiken im Detail
Was ist CMD?
Funktionsstörungen zwischen Cranium (Schädel) und Mandibula (Unterkiefer) werden als Craniomandibuläre Dysfunktion (CMD) bezeichnet. Gemeint sind Störungen im Zusammenspiel von Kiefergelenken, Kaumuskulatur und Zähnen.
Beim Beißen, Sprechen und Schlucken arbeiten Zähne, Kiefergelenke und Kaumuskeln zusammen. Gerät dieses Zusammenspiel aus dem Takt, weichen viele unbewusst in eine Fehl- oder Schonhaltung aus, um Schmerzen zu vermeiden. Dabei können auch benachbarte Muskeln, etwa im Nacken, stärker beansprucht werden.
Kiefergelenkbeschwerden sind im Zahn- und Kieferbereich keine Seltenheit. Auch Stress spielt hinein. Viele knirschen nachts oder pressen tagsüber die Zähne aufeinander, ohne es zu merken.
Woran erkennt man eine CMD?
Beobachten Sie mehrere dieser Anzeichen gleichzeitig, lassen Sie die Ursache früh abklären. Jedes einzelne kann auch ganz andere Gründe haben.
- Schmerzen im Kiefergelenk oder in der Kaumuskulatur
- Knackgeräusche beim Öffnen und Schließen des Mundes
- eine eingeschränkte Mundöffnung oder gar Blockaden bei Kieferbewegungen
- abgeriebene Zähne vom Knirschen oder Pressen
- Kopfschmerzen und Verspannungen, die in den Nacken ausstrahlen
- Zahnersatz, der beim Zubeißen nicht richtig sitzt
Warum ist eine CMD-Schiene meist der erste Schritt?

Die Aufbissschiene, auch CMD-Schiene oder Funktionsschiene genannt, steht in vielen Fällen am Anfang der Behandlung. Sie nimmt den Zähnen beim Knirschen und Pressen den direkten Kontakt und schützt sie so vor Abrieb. Vorher untersuchen wir bei der Funktionsanalyse das gesamte Kauorgan.
Die Bisslage, die wir bei der Untersuchung bestimmt haben, übertragen wir auf die Schiene. So passt sie zu Ihren Kiefern und Zähnen. Bei den Kontrollen sehen wir, wie Sie zurechtkommen, und ändern sie, wenn nötig.
Nach Befund kann zusätzlich Physiotherapie sinnvoll sein, etwa manuelle Therapie am Kiefergelenk. Verordnen können wir sie als Zahnarztpraxis auch selbst.
Welche Vorteile hat eine CMD-Schiene?
Die Schiene hat mehrere Vorteile. Wie deutlich Sie sie merken, ist von Mensch zu Mensch verschieden.
- Sie schützt die Zähne vor Schäden durch Knirschen und Pressen.
- Sie kann zu einer Entspannung der Kaumuskulatur in Ober- und Unterkiefer beitragen.
- Sie entlastet meist auch das Kiefergelenk.
CMD-Behandlung in Büttelborn: die klinische Funktionsanalyse
Bei der Funktionsanalyse halten wir das Bewegungsmuster Ihres Kiefergelenks sowie Knack- oder Knirschgeräusche fest. Aus den Ergebnissen bestimmen wir Ihre Bisslage, nach der sich die weitere Behandlung richtet.
Neben der Schiene kommt, wenn die Kauflächen uneben oder die Zähne stark abgerieben sind, ein Wiederaufbau der Zähne in Frage, zum Beispiel mit Teilkronen oder Kronen aus Keramik.
Ablauf
So läuft die CMD-Behandlung ab.
- 01
Gespräch
Sie erzählen uns, wo es schmerzt, wann es knackt und ob Sie nachts knirschen oder tagsüber pressen. Vorhandene Befunde bringen Sie gern mit.
- 02
Funktionsanalyse
Wir tasten Kiefergelenke und Kaumuskeln ab, prüfen die Mundöffnung und die Bewegungen des Unterkiefers, achten auf Knackgeräusche und sehen uns Ihren Biss und den Abrieb der Zähne an.
- 03
Planung
Wir besprechen den Befund mit Ihnen und planen die Behandlung, meist zuerst mit einer Aufbissschiene.
- 04
Abformung
Wir nehmen einen Abdruck oder scannen Ihre Zähne und halten Ihre Bisslage fest.
- 05
Schiene
Wir setzen sie ein, passen sie an Ihren Mund an und zeigen Ihnen den Umgang damit.
- 06
Kontrolle
Bei den Kontrollterminen prüfen wir den Sitz und schleifen die Schiene bei Bedarf nach. Das weitere Vorgehen richtet sich dann nach dem Befund.
Häufige Fragen
Was ist der Unterschied zwischen CMD und Zähneknirschen?
Beim Zähneknirschen reiben oder pressen Sie die Zähne unbewusst aufeinander, oft nachts. CMD ist der Oberbegriff für Funktionsstörungen zwischen Schädel und Unterkiefer, also im Zusammenspiel von Kiefergelenken, Kaumuskeln und Zähnen. Beides kann zusammenhängen, muss aber nicht.
Woran merke ich, dass ich nachts mit den Zähnen knirsche?
Viele merken es selbst nicht. Hinweise sind abgeriebene oder abgeplatzte Zähne, ein müder oder verspannter Kiefer am Morgen oder Geräusche, die Ihr Partner nachts hört. Abriebspuren an den Zähnen sehen wir bei der Untersuchung meist deutlich.
Kann Stress Zähneknirschen auslösen?
Stress kann dazu beitragen. Unter Anspannung pressen oder knirschen viele, am Tag oft unbewusst, nachts im Schlaf. Meist kommen mehrere Gründe zusammen, etwa der Biss oder Zahnersatz, der nicht richtig sitzt.
Wie lange muss ich die Schiene tragen?
Das stimmen wir mit Ihnen ab. Wer nachts knirscht, trägt sie vor allem nachts. Bei den Kontrollen sehen wir, wie Sie zurechtkommen, und planen das weitere Vorgehen.
Wie lange hält eine Aufbissschiene?
Das richtet sich vor allem danach, wie kräftig Sie knirschen oder pressen. Bei den Kontrollterminen prüfen wir, ob die Schiene abgenutzt oder beschädigt ist oder nicht mehr passt, etwa weil sich Ihre Zähne verändert haben. Dann fertigen wir eine neue an.
Tut die Funktionsanalyse weh?
Die Funktionsanalyse ist eine Untersuchung ohne Eingriff: Wir tasten Gelenke und Muskeln ab, prüfen die Bewegungen Ihres Unterkiefers und achten auf Geräusche. Sind Gelenk oder Muskeln schon gereizt, kann das Abtasten unangenehm sein. Sagen Sie uns dann einfach Bescheid.
Ist die Schiene am Anfang ungewohnt?
Ja, das geht vielen so. In den ersten Nächten fällt die Schiene auf, und anfangs bildet sich oft mehr Speichel. Nach einigen Tagen haben sich die meisten daran gewöhnt. Drückt sie weiter oder fühlt sich der Biss morgens anders an, schauen wir sie uns an und passen sie an.
Spielt Zahnersatz bei Kiefergelenkbeschwerden eine Rolle?
Es kann eine Rolle spielen, wenn Zahnersatz nicht richtig sitzt oder den Biss verändert. Darum sehen wir uns bei der Funktionsanalyse auch Ihre Kronen, Brücken und Prothesen an.
Brauche ich für eine CMD-Behandlung in Büttelborn eine Überweisung?
Nein, eine Überweisung brauchen Sie dafür nicht. Auch Befunde Ihrer Hausarztpraxis oder Ihrer Fachärzte können Sie mitbringen.
Kosten & Kostenübernahme
Was kostet eine Aufbissschiene, und was zahlt die Kasse?
Eine medizinisch notwendige Aufbissschiene gehört für gesetzlich Versicherte in der Regel zu den Kassenleistungen. Die erweiterte Funktionsanalyse ist eine Privatleistung. Was eine private Versicherung erstattet, regelt Ihr Tarif. Einen Kostenüberblick bekommen Sie, bevor die Behandlung beginnt.
Ihr erster Schritt: ein Gespräch.
Knackt Ihr Kiefergelenk, oder fällt Ihnen auf, dass die Zähne abgerieben sind? Schildern Sie uns gern, was Ihnen aufgefallen ist.