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IIIAllgemeine Zahnmedizin

Parodontitis: Wir reinigen die Zahnfleischtaschen.

Bei einer Parodontitis ist der Zahnhalteapparat entzündet. Wir messen die Zahnfleischtaschen, reinigen sie nach Befund und sehen Sie danach regelmäßig zur Nachsorge wieder.

Eine Frau um die sechzig mit kurzen grauen Haaren und Jeanshemd steht an einem Fenster und lächelt, im unscharfen Hintergrund eine Küche mit Backsteinwand. Symbolbild.

Überblick

  1. 01

    Woran Sie sie erkennen

    Zahnfleischbluten, Mundgeruch, zurückgehendes Zahnfleisch oder lockere Zähne können Anzeichen sein. Sie können aber auch lange fehlen. Darum prüfen wir bei den Kontrollen mit dem Messen der Zahnfleischtaschen, wie es Ihrem Zahnhalteapparat geht.

  2. 02

    Behandlung

    Die Behandlung reinigt die Zahnfleischtaschen gründlich, meist unter örtlicher Betäubung. In schweren Fällen kommt ein chirurgischer Eingriff hinzu.

Weitere Aspekte der Behandlung

Danach

In der regelmäßigen Nachsorge messen wir die Zahnfleischtaschen erneut und reinigen sie, wo es nötig ist.

Parodontitis und Allgemeingesundheit

Die Bundeszahnärztekammer schreibt: „Diabetes und Parodontitis beeinflussen sich bidirektional, verstärken sich gegenseitig.“ (Pressemitteilung vom 28.05.2025, abgerufen am 18.10.2026). Für die Planung wollen wir wissen, welche Allgemeinerkrankungen, Allergien und Medikamente es bei Ihnen gibt.

Voraussetzungen, Möglichkeiten und Risiken im Detail

Was ist Parodontologie?

Die Parodontologie widmet sich dem Zahnhalteapparat und seinen Erkrankungen, von der Vorbeugung bis zur Behandlung. Im Vordergrund steht, das Zahnfleisch möglichst gesund zu erhalten.

Zum Zahnhalteapparat zählen das Zahnfleisch, der Kieferknochen um die Zahnwurzel und die feinen Fasern, die den Zahn im Knochen verankern. Meist geht es um die Parodontitis, eine Entzündung, die vom Zahnfleisch ausgeht und diesen Halteapparat erfasst.

Welche Symptome hat eine Parodontitis?

Hinter den Anzeichen stecken meist Bakterien, die sich im Zahnbelag und Zahnstein festsetzen. Bleiben sie dort, kann sich das Zahnfleisch entzünden, und die Entzündung kann bis zum Kieferknochen reichen.

Wie wird eine Parodontitis behandelt?

Am Anfang steht die Vorsorge: Wer regelmäßig zur Kontrolle und zur Zahnreinigung kommt, kann einer Parodontitis vorbeugen.

Die Behandlung beginnt mit einer Untersuchung. Wir klären, ob eine Parodontitis vorliegt und wie weit sie fortgeschritten ist. Was wir dabei prüfen, steht im Ablauf weiter unten.

Aus dem Befund entsteht ein Behandlungsplan, der zu Ihrem Mund passt. Er soll den Zustand des Zahnhalteapparats verbessern und das Fortschreiten der Erkrankung möglichst aufhalten.

Welche Behandlungsmethoden gibt es?

Die Auswahl richtet sich nach dem Schweregrad der Parodontitis.

  • Professionelle Zahnreinigung: Wir entfernen Beläge und Zahnstein, auch in Zwischenräumen und Nischen.
  • Scaling und Root Planing: Wir reinigen die Zahnfleischtaschen und glätten die Wurzeloberflächen.
  • Chirurgische Eingriffe wie die offene Kürettage: In schweren Fällen lösen wir das Zahnfleisch ein Stück ab und reinigen die Wurzeloberflächen unter Sicht.
  • Antibiotika: Ergänzend kann in bestimmten Fällen ein Antibiotikum verordnet werden.

Parodontitis-Behandlung in Büttelborn

In unserer Praxis in Büttelborn begleiten wir Sie von der ersten Messung bis zur Nachsorge.

Ablauf

So läuft die Parodontitis-Behandlung ab.

  1. 01

    Befund

    Wir messen die Tiefe der Zahnfleischtaschen, achten auf Blutungen und gelockerte Zähne und machen, wo nötig, Röntgenaufnahmen.

  2. 02

    Antrag

    Wenn Sie gesetzlich versichert sind, stellen wir den Antrag bei Ihrer Krankenkasse.

  3. 03

    Gespräch und Anleitung

    Wir besprechen den Befund und den Behandlungsplan mit Ihnen und zeigen Ihnen, wie Sie Zähne und Zahnzwischenräume zu Hause gründlich reinigen.

  4. 04

    Reinigung

    Wir reinigen die Zahnfleischtaschen gründlich und glätten die Wurzeloberflächen, meist unter örtlicher Betäubung.

  5. 05

    Kontrolle

    Nach einigen Monaten messen wir die Zahnfleischtaschen erneut. Bleiben tiefe Zahnfleischtaschen, besprechen wir mit Ihnen die weiteren Schritte, zum Beispiel einen chirurgischen Eingriff.

  6. 06

    Nachsorge

    Danach sehen wir Sie regelmäßig wieder, prüfen die Taschen und reinigen sie bei Bedarf.

Häufige Fragen

Was ist Parodontitis?

Bei einer Parodontitis ist das Gewebe entzündet, das den Zahn im Kiefer hält. Meist sind Bakterien aus Belag und Zahnstein der Auslöser.

Was ist der Unterschied zwischen Parodontitis und Parodontose?

Umgangssprachlich heißt es oft „Parodontose“. Gemeint ist fast immer die Parodontitis, also die Entzündung. Die Behandlung auf dieser Seite gilt ihr.

Woran erkenne ich eine Parodontitis?

Zahnfleischbluten, Zahnfleischrückgang, lockere Zähne und Mundgeruch können dafür sprechen. Sicher feststellen lässt sie sich aber nur bei der Untersuchung, weil sie anfangs oft keine Beschwerden macht.

Ist Zahnfleischbluten ein Zeichen für Parodontitis?

Es kann auf ein entzündetes Zahnfleisch hinweisen, vor allem wenn es beim Putzen oder beim Reinigen der Zwischenräume immer wieder blutet. Ob eine Parodontitis dahintersteckt, klären wir bei der Untersuchung, indem wir die Zahnfleischtaschen messen.

Tut die Parodontitis-Behandlung weh?

Die Zahnfleischtaschen reinigen wir meist unter örtlicher Betäubung. In den Tagen danach kann das Zahnfleisch empfindlich sein, und manche Zähne reagieren eine Zeit lang stärker auf Kälte. Wird es Ihnen während der Behandlung unangenehm, sagen Sie es uns, dann machen wir eine Pause.

Wie lange dauert eine Parodontitis-Behandlung?

Die Reinigung der Zahnfleischtaschen verteilt sich je nach Umfang auf einen oder mehrere Termine. Vorher liegen der Befund und, bei gesetzlich Versicherten, der Antrag bei der Krankenkasse. Nach einigen Monaten folgt die erneute Messung, danach die Nachsorge, die für gesetzlich Versicherte in der Regel zwei Jahre läuft.

Wann ist ein chirurgischer Eingriff nötig?

Er kommt in schweren Fällen infrage, etwa wenn nach der Reinigung tiefe Taschen bleiben. Bei der offenen Kürettage lösen wir das Zahnfleisch ein Stück ab, reinigen die Wurzeloberflächen unter Sicht und nähen das Zahnfleisch danach wieder an. Ob das bei Ihnen nötig wird, zeigt die Kontrolle nach einigen Monaten.

Braucht man bei Parodontitis Antibiotika?

Nicht immer. In bestimmten Fällen kommt nach Befund ergänzend ein Antibiotikum zum Einsatz. Ob das für Sie infrage kommt, besprechen wir mit Ihnen, auch mit Blick auf andere Medikamente, die Sie einnehmen.

Warum ist die Nachsorge so wichtig?

Beläge bilden sich immer wieder neu, auch in den Zahnfleischtaschen. Darum sehen wir Sie nach der Behandlung regelmäßig wieder; wie oft, richtet sich nach Ihrem Befund.

Was kann ich selbst für gesundes Zahnfleisch tun?

Zähne putzen und die Zwischenräume reinigen, etwa mit Zahnseide oder Zwischenraumbürsten. Welche Hilfsmittel zu Ihren Zähnen passen und wie Sie sie führen, zeigen wir Ihnen. Dazu kommen die regelmäßigen Kontrollen.

Brauche ich für eine Parodontitis-Behandlung in Büttelborn eine Überweisung?

Nein. Einen Termin bekommen Sie auch ohne Überweisung. Bringen Sie, wenn vorhanden, Ihren Medikamentenplan sowie Röntgenbilder oder Befunde aus einer anderen Praxis mit.

Kosten & Kostenübernahme

Übernimmt die Krankenkasse die Parodontitis-Behandlung?

Für gesetzlich Versicherte ist die Parodontitis-Behandlung in der Regel eine Kassenleistung, wenn die Krankenkasse den Antrag genehmigt. Dazu gehört eine strukturierte Nachsorge über zwei Jahre. Eine professionelle Zahnreinigung ist für gesetzlich Versicherte in der Regel eine Privatleistung, an der sich manche Krankenkassen beteiligen. Privat Versicherten erstattet die Versicherung, was ihr Tarif vorsieht. Welche Kosten auf Sie zukommen, nennen wir Ihnen vor Beginn der Behandlung.

Ihr erster Schritt: ein Gespräch.

Blutet das Zahnfleisch, oder wissen Sie nicht, wie eine Parodontitis-Behandlung bei Ihnen aussehen würde? Fragen Sie uns gern.